Unsere sind Nicolaisen, Schmidt, Schröder und Weinert. Wir leben in Berlin und machen sehr unterschiedliche Dinge. Aber eins haben wir gemeinsam.

Seit 2008 (damals noch in kleinerer Besetzung) schlotzen (schlecken) wir genießerisch die Wörter der anderen weg und kloben (klonen klobig klaubend wie ein Fensterkloben) eigene Texte hin. Diese Texte sind cholesterinhaltig, Fantasy-affin und voll mit Science-Fiction-Sacharin. Kleine Form, Henkeltasse, vom Roman bis zum Vierzeiler, ziwschendurch ein Esspresso, denn das Koffein hält die düsteren Grotesken den ganzen Albtraum lang wach. Texte, die so lange im Genretopf, jeder findet sein Deckelein, schmoren, bis sie anders sind.

So wie das dicke Kinde mit der fettverschmierten Brille. Wie eine Hummel, die keine Kiemen hat. Wie Elektrifizierung und Sowjetmacht. Wie die kleine Luise, die in der Stadt ohne Namen aus dem Ballparadies abgeholt werden möchte. Eben anders als die anderen.

Wir schlotzen am liebsten Texte, die anmachen, anheizen, ansprechen, aber keine Ansprachen. Wir kloben Literatur, die immer ein offenes Ohr hat, die immer ansprechbar ist, denn zwischen Ansprechbarkeit und Anspruch ist ein himmelschreiender Unterschied, und wenn wir das Thema falsch ansprechen, kommen vielleicht — völlig unabgesprochen — nur anspruchsvolle, Räte und Studienräte zu unseren Lesungen. Wir wollen aber, dass flammendschöne schwindsüchtige Gräfinnen, transvestitische Spinnen vom Mars, Hans-Werner Bollhorn und blonde Dummchen mit dicken Dudeln zu uns strömen.

Deshalb sagen wir seit 2008: Raumanzüge&Räuberpistolen sind unser Metier!