Schön war’s!, findet Gastschlotzer Frank Böhmert. Dem fügen wir nichts hinzu außer: Es war schön, es ist schön, es wird schön sein – das nächste Mal Beispielsweise am 2. Februar!
… ist Frank Böhmert, der aus seinem neuen Gedichtband liest (und vielleicht kriegen wir ihn auch noch rum, was aus seinem herzerwärmenden Roman Bloß weg hier! zum Besten zu geben). Dafür hat uns Herr Nicolaisen die Herzen herausgerissen und schwarze, stinkende Löcher hinterlassen, denn er fehlt diesmal! Aber was soll’s, schreibt es sich doch ohnehin besser mit dem harten, kalten Verstand als mit diesem weichen Schlabberorgan. Seid also pünktlich um 20 Uhr am Ort, denn für Pünktlichkeit haben wir noch immer ein Ersatzherz!
Was soll man dazu mehr sagen? Stimmt, wo? Hier!
Ist durchaus machbar. Zum Beispiel bei Lesehappen. Da gibt’s derzeit Bücher von Boris Koch, Markolf Hoffmann und Christian von Aster zu gewinnen. Dafür müsst ihr dann mal kreativ sein – Aber bitte nicht so trödeln wie unsereins, der einmal im Monat am Donnerstagnachmittag seine aktuellen Fieberträume in die Tastatur hämmert. Einsendeschluss ist nämlich schon am 10. Dezember. Seid pünktlich, denn pünktlich ist das Neue Gewonnen!
Am 1. Dezember wird es in Berlin wohl kaum schneien, auf jeden Fall aber regnen, und wenn es kein Wasser regnet und auch keine Knarren und Rosen, dann hagelt es Wort auf Wort, denn die drei Herren sind wieder da, und einer von ihnen trägt sogar die Haare wie Slash. Daran, dass die Jugend diese Anspielungen heute nicht mehr versteht, merkt ihr auch, wie alt wir sind. Noch älter werden möchten wir am liebsten mit euch, einen ganzen Abend lang. Damit der alte Wein nicht ausläuft, haben wir garantiert ein paar neue Schläuche für ihn dabei, in Form von Geschichten, in die wir die noch rohe, ungeformte schöpferische Energie gießen, die uns auch im Alter noch durchströmt. Und die kredenzen wir euch dann zum Feste, denn es ist nicht Weihnachten, nein, es ist Schlotzen & Kloben, und das ist besser als Weihnachten, weil es nämlich einmal im Monat kommt und von ganz allein nach Lebkuchen schmeckt! Seid pünktlich, denn nur das Fest lässt auf sich warten.
Bei diesem kalten Novemberregen hilft nur ein Rettungsschirm – oder das Dach der Tristeza, unter dem in angenehmer Gesellschaft von drei Herren die Eurokrise durch nicht mehr und nicht weniger als kostenloses Vorlesen vorübergehend ausgehebelt wird. Dass ihr dafür hinterher doch gerne ein paar Münzen und vielleicht auch den ein oder anderen Bond in unseren Topf werft, versteht sich doch von selbst!
im güldenen Oktober laden S&K ins lichtdurchflutete tristeza, um euch kleinen Staubkörnchen etwas vorzulesen, welke Blätter, die sie sind. Stachelig wie Kastanien eben, doch im Inneren rund und handschmeichelnd! Solche verquasten Bilder erwarten euch am Donnerstag nicht – dafür allerlei Geschichten von den Stoppelfeldern der Fantastik im ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen. Geht pünktlich von Zuhause los, dann verlauft ihr euch nicht auf dem Weg in unseren Kreis!
Die Webseite Lesehappen ist nun online, ein AutorInnen-Gemeinschaftsprojekt, auf dem neben den Herren eurer beiden Lieblingslesebühnen (Schlotzen & Kloben und Stirnhirnhinterzimmer) auch noch Anna Kuschnarowa, Malte S. Sembten und die Lesehappen-Urheberin Kathleen Weise mit Leseproben sowie allerlei gefälligen Selbst- und Fremddarstellungen vertreten sind. Auszugsweise könnt ihr dort dem Wimmern der Nimmerzwerge lauschen, dem Flüstern sich regender Drachen oder dem zwischen den Zweigen, könnt mit dem Junkgirl zum Big Rock Candy Mountain fliegen oder in einer anderen Wildnis blutrote Lilien pflücken. Das passt uns ganz in die Konzeptlosigkeit, und euch sowieso!
Am Donnerstag werden laute Schmerzensschreie zu hören sein. Die von Herrn Weinert nämlich, den eine qualvolle Eindeutschung plagt und zwackt. Da kann man nur hoffen, dass Herrn Herrmanns Gitarrenklänge das Heulen und Zähneklappern der beiden anderen Schlotzer übertönen. Nun, Stargast Boris Koch wird ja vertretungsweise mit von der Partie sein und Händchen halten, wenn´s gar zu arg wird. Zwischen den klappernden Zähnen werden dennoch allerlei fantastische Geschichten hervorgepresst werden (wie´s in den Eindeutschungen immer heißt). Kommt also zahlreich um 20 Uhr am Donnerstag, d. 1.9. ins tristeza in der Pannierstr. – und kommt pünktlich, denn wer pünktlich kommt, kommt, wie´s uneingedeutscht heißt, on time, und damit gleich zweisprachig.
S&K lesen live fantastische Geschichten – diesmal wieder in Voll- und Stammbesetzung, nachdem Herr Nicolaisen aus dem “Urlaub” zurück ist. Allerdings ist auch Herr Schmidt zurzeit im “Urlaub” und kehrt erst am Tag vor der Lesung aus den “Ferien” zurück, derweil Herr Weinert noch “arbeiten” muss. Sodass mal wieder nur die Dämonen und die Heinzelmännchen wissen, was zum Henker eigentlich alles an Barbarengeschichten, Sternenfahrergeschichten und peinlichen Geschichtchen vorgetragen werden wird, die ihrer Existenz nur der Notwendigkeit verdanken, zwischen “Urlaub” und “Arbeit” schnell noch eine “Story” hinhudeln zu müssen, in der Hoffnung, dass es “eh wieder keiner merkt”.
Keins dieser Zitate stammt von unsere drei Herren; denn die sind bekanntlich ehrliche Häute, die ihr Publikum lieben. Nur Herr Nicolaisen, der Oberstreber, hat schon wieder “was fertig”; dem Vernehmen nach geht es um “das Schreiben”. So weit ist es also schon. Erfahrt mehr am Donnerstag zur gewohnten Zeit, zur gewohnten Stunde. Komm pünkltich, denn wer pünkltich kommt, kommt schneller aus dem Regen raus.
[Das Wort "pünkltich" erschien dem Briefwichtel entgegen dem Rechtschreibprogramm als bevorzugenswert]
Tristeza, Pannierstr, 20 Uhr, Eintritt frei, Spende wird freudig angenommen.
Eure, Ihre,


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